Nachdenken über das, was das Zusammenleben in der politischen Gemeinschaft „Europäische Union“ grundlegend zusammenhält – das macht man nicht jeden Tag. Umso schöner, dass Sie auf diesen Webseiten vorbeischauen.
Hallo
Willkommen bei unserer Info-Tour zu den grundlegenden Werten, die das Zusammenleben der Menschen in der Europäische Union (EU) prägen und das Handeln der staatlichen Einrichtungen und Politiker leiten sollen.
Wieso braucht die EU gemeinsame Werte? Reichen nicht der Binnenmarkt und das Wohlstandsversprechen als Gemeinsamkeiten aus?
Nein. Denn die EU ist mehr als nur ein Binnenmarkt: Sie wurde zwar in ihrer ursprünglichen Form im Nachkriegseuropa des 20. Jahrhunderts als Zweckverband gegründet, der die Produktion von Kohle und Stahl der sechs Gründerstaaten gemeinsam kontrolliert und bewirtschaftet. Ziel damals: einen neuen Krieg durch die gemeinsame Kontrolle dieser kriegswichtigen Industrien unmöglich machen.
Aber die EU hat sich zu einer politischen Union weiterentwickelt, in der die Mitgliedsstaaten auf vielen verschiedenen Gebieten zusammenarbeiten. Sie schafft neue Gesetze, Rechte und Pflichten für alle EU-Bürgerinnen und -bürger und Unternehmen: Mehr oder weniger Klimaschutz, Widerstand gegen Russlands Krieg gegen die Ukraine, ein Recht auf Elternurlaub für jeden Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin, Datenschutz in den sozialen Medien … Alles ziemlich kontroverse Themen, bei denen gemeinsames Handeln nur möglich ist, wenn ein Fundament gemeinsamer Werte und ähnlicher Zielvorstellungen den politisch Handelnden Orientierung für Unverhandelbares und Machbares gibt.
Ist das nicht Aufgabe der Politikerinnen und Politiker?
Diese Werte und Ziele festzulegen, immer wieder zu diskutieren und anzupassen, ist nicht allein Aufgabe von Politikerinnen und Politikern. Es ist unsere Aufgabe als Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, immer wieder zu überlegen,
- welche Ziele und Werte wir als gemeinschaftlich bindend betrachten
- nach welchen Grundsätzen diese Ziele und Werte in der EU-Politik umgesetzt werden sollen
- wie viel Freiraum wir innerhalb der EU bei der Interpretation von Zielen und Werten durch Mitgliedstaaten und Regionen zur Wahrung kultureller Identitäten brauchen und gegenseitig akzeptieren.
Diese Überlegungen anstellen zu dürfen und in Verfassungen bzw. den EU-Verträgen als bindend festzuschreiben, ist Teil der Volkssouveränität in demokratisch-rechtstaatlich organisierten Gesellschaften. Das heißt, wir Bürgerinnen und Bürger bestimmen, welche Normen, Werte, Ideale das Handeln von Politikerinnen und Politikern, staatlichen Organen sowie Richterinnen und Richtern prägen sollen – in durchaus lebhaften und kontroversen Diskussionen. Aber mit Respekt vor der Meinung anderer und der Bereitschaft, Kompromisse zu finden.
Du willst informiert mitreden? Dann helfen dir unsere Wertewegstationen dabei, mehr über den Wertekanon der Europäischen Union und seine Hintergründe zu erfahren.
Ein Hinweis: Unsere Webseiten sind für das Lesen auf einem Tablet oder PC am besten geeignet.
Auf geht’s!
Unsere Stationen im Überblick
🠶 Station 1 - Europas-Werte-Wanderweg
Station folgen🠶 Station 2 - Rechtliche Grundlage
Station folgen🠶 Station 3 - Grundrechte
Station folgen🠶 Station 4 - Demokratie
Station folgen🠶 Station 5 - Rechtsstaatlichkeit
Station folgen🠶 Station 6 - In Vielfalt geeint
Station folgen🠶 Station 7 - Werte Global
Station folgen🠶 Station 8 - Wertealltag
Station folgen🠶 Station 9 - Werte leben!
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Projekt Wertewanderweg - wie alles Begann
Erfahre hier mehr wie alles 2021 begann und was sich seitdem geändert hat.